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Foto & Video

‍Auf dieser Seite geht es um mein aktuelles Setup.


‍Bevor ich über Material und Anwendung berichte, erst noch einen großen Dank an Hans Dick für einen tollen Unterwasser Fotokurs und ebenso an Stefan Pape für einen nicht minder super unterwasser Video Kurs. Bei beiden Profis ihres Fachs habe ich je 2 Tage einen einzel Intensivkurs belegt. Unter Wasser ist eben doch manches anders ;-)


‍Das Wesentliche, was ich lernen musste: 


‍Plane & Konzentriere dich auf einen Foto Tauchgang oder auf einen Video Tauchgang. Du kannst beim Foto TG ein schnelles Mittelklasse Video drehen oder beim Video TG durchschnittliche Fotos machen.


‍Was ist der Hauptunterschied, außer die Kameraeinstellung? Ganz einfach… das Lichtmanagement. Bei beiden Arten der Bildgestaltung brauchst Du zusätzliche Lichtquellen, wenn du außergewöhnliche Ergebnisse haben möchtest. 


‍Machst Du Fotos, so ist es hilfreich, am Buddy oder abgelegt an geeigneten Stellen, Slaveblitze zu platzieren. Wenn du deinen Buddy ablichten möchtest, wird er passend platziert und dann Feuer frei. Seine hell strahlende Handlampe wird unter dem Licht der Blitze meist verblassen…


‍Beim Video sollte klar sein, welchen move du filmen möchtest. Dazu können Lampen am Grund platziert werden und der Buddy sollte ein Gespür dafür haben, wo er seine Lampe hinhalten soll. Gut ist auch, wenn man ihm eine x tausend Lumen Lampe mitgibt.


‍Beides braucht also sehr viel Vorbereitung und Absprache. Allein schon dadurch, dass du als Fotograf immer vor deinem Objekt sein solltest. Taucher Arsch Videos sind eben langweiliger Standard…. Aber einfach zu drehen.


‍Soweit einige Gedanken zum Thema Vorbereitung. Hier muss jeder seinen eigenen Weg und seine eigene Bildsprache finden. Darin liegt ja auch die Kunst!


‍Nun zur Ausrüstung. Wieso ich bei der Sony Alpha 6500 und dem Nauticam Gehäuse gelandet bin, kannst Du unter HISTORY nachlesen. Hier soll es rein um die Hardware gehen.


‍Das Basissetup für Foto und Video ist die Sony Alpha 6500 im Nauticam Gehäuse mit 4 Auftriebsarmen, ebenfalls von Nautican. Es sind je 2x 70x200mm und 2x 70x250mm. Damit habe ich in jeder Setup Version genug Auftrieb. Dazu habe ich natürlich einige Abtriebsgewichte, welche unter das Nauticam Gehäuse geschraubt werden… je nach Setup.


‍Am Ende der Arme hängen Zwei SeA & Sea YS-D2J Blitze. Die haben ausreichend Leistung. Allerdings steuere ich sie immer manuell. TTL in der Höhle oder im dunklen Wrack ist Bullshit.


‍Da ich beim Fotografieren nicht mit Videolampen die ganzen Schwebeteilchen anstrahlen möchte, aber trotzdem Licht für den Autofokus brauche, habe ich auf dem Blitzschuh eine Fokuslampe. Die schaltet ab, wenn der Blitz zündet. In meinem Fall ist es eine von BigBlue geworden. Ja, die Blitze haben auch diese Funktion mit dem Fokuslicht… aber ich will die Akkus in den Blitzen schonen.


‍Dazu habe ich zwischen beiden Auftriebsarmen je eine SeaYa VIDEO LED 70W. Die Lampen haben je 125° Abstrahlwinkel, eine Farbtemperatur von 5700°K und ca 8400 Lumen. Da ich mich für die saturierten Scheiben entschieden habe, kommen da vermutlich noch max 8000 Lumen raus. Das ist aber ausreichend. Schön an den Lampen sind die 3 Lichtstärkemodi, welche einfach über einen Piezo Schalter gesteuert werden. 

‍Und jetzt kommt natürlich die Frage: Warum ich nicht mehr die DIVEPRO VISION bzw. Die etwas hellere D90F einsetze… Ganz einfach… jeder Akku hat mal ein Ende. Beim Video will ich nicht nach 50min kein Licht mehr haben. Daher wollte ich Lampenköpfe, die normalen IO/Cord Anschluss und 12V haben. Mit dem 24Ah XS Akkutank von Wings & More habe ich jetzt Licht für xxx Stunden. Ich muss es mal ausprobieren, wie lange das hält… Ok, jetzt wiegt der Ganze Spaß tauchfertig 10,5 Kg.


‍Ja, und jetzt widerspreche ich meiner Einleitung, ich will mit  Videolampen Filmen und mit den Blitzen fotografieren. Es ist ein Kompromiss. Aber bei manchen Tauchgängen ist man eben nur 1x am Spot. Natürlich haben diese Tauchgänge eine Foto Priorität. Video ist da nur ein AddOn. Aber wenn die SeaYa Lampen auf unterster Stufe mitlaufen, kann das auch gelegentlich hilfreich Sein.


‍Hier nun ein paar Fotos vom aktuellen Setup:



























‍Zurück zum Foto. Da ein Blitz nur den Vordergrund ausleuchten kann (max 2-2,5m), sind für den Hintergrund Slaveblitze notwendig. Ich habe versucht, den Hintergrund mit meinen 9.000 Lumen Lampen auszuleuchten… Sah in der Höhle total geil aus… nur auf dem Foto war nix von den Lampen zu sehen. Die Blitze haben sie neutralisiert. Und nein, die Blitze waren nicht auf voller Leistung! Klar, man kann die Blitze extrem weit herunter regeln… aber der Vordergrund soll ja TOP ausgeleuchtet sein.


‍Für reine UW Landschaftsfotografie kann man die Blitze auf Stative stellen. Für den Buddy sollten sie auf sein Tauchgerät montiert werden.

‍Weitere Infos zu meinen entfesselten Blitzen und Lampen unter Blitze.


‍Der Erste Tauchgang mit dem neuen Setup war mal wieder Lehrreich. Die Lampenkabel muss ich besser verlegen und das Setup braucht auf Grund des Gewichtes des Akkus 6-800 Gramm mehr Auftrieb. Also werde ich die 2 kurzen Arme gegen 2 Nauticam 70x300 Arme austauschen.

‍Die Qualität der SeaYa Lampen ist schon beeindruckend. Sie sind nicht so hell wie die DIVEPRO, aber das Licht holt wesentlich mehr Konturen aus den Motiven!!! Es wirkt alles weicher und wärmer bei höherer Detaildichte!!!


‍Inzwischen ist mir eines der teuren Blitz Lichtleiter Spiralnebel gebrochen - direkt an der Kabelhalterung des Blitzes. Klar, man kann es mit Schrumpfschlauch und Tape flicken. Aber ich habe mich gefragt… wozu braucht man Spiralkabel? Die sind nur teuer und viel zu dick- Also habe ich mir 4 Stecker und Lichtleiterkabel gekauft. Ihr sehr oben auf den Fotos die schön eng anliegenden, schwarten Kabel. An je einem Arm habe ich eine Schlaufe gelegt, falls ich mal etwas mehr Länge brauche. In meiner Tasche liegt jetzt eine Ersatzrolle Lichtleiter… Es müssen nicht immer 50-150€ für ein neues Kabel sein…


‍Ach ja… in diesem Setup inkl. Eines kleinen Gewichtes von 125g am Akku schwebt die Kiste im Wasser mit minimalem Abtrieb.